Allgemein

Jubiläumsausfahrt anlässlich des 50-jährigen Bestehens des RYC

Das Wetterfenster schien ein Einsehen mit uns zu haben. Der wenige Niederschlag der vergangenen Wochen ließ den Pegel des Bodensees nahe am historischen Minimalwert verharren. Aufgrund dessen war die Hafenwahl nicht unbedingt leicht und Ausweichquartire mussten bei der Planung mit bedacht werden. Eine Woche davor war dann endlich Regen angesagt, was den Bodensee immerhin bis zur Ausfahrt um 10 cm steigen ließ und somit alle geplanten Häfen theoretisch befahrbar waren. Pünktlich zum Seglerhock am Mittwoch Abend schloss Petrus die Schleusen und gab den Start frei für unsere Jubiläumsausfahrt. Bei 14 Grad ging es um 19:00 Uhr los. Aber das Wetter sollte sich ändern und genau über unser Jubiläum ein ausgezeichnetes Wetterfenster bringen!

Aufgrund des verlängerten Wochenendes waren anfangs, aufgrund der zahlreichen Staus, nur spärlich Teilnehmer vertreten, was sich jedoch im Laufe des Abends trotz der Kälte änderte. Eine gemütliche Runde saß bis spät in die Nacht bei ausgelassener Stimmung in
unserem Clubgelände. Aus organisatorischer Sicht war die Spannung groß, ob wirklich alle 13 angemeldeten Boote teilnehmen würden.

Am Donnerstag Morgen ging es dann mit einer Steuermannsbesprechung im Clubgelände los. Das erste Ziel war Hörnlibuck in der Schweiz in der Nähe des Alte Rheins. Um dem sportlichen Gedanken gerecht zu werden, wurde eine kleine Wettfahrt quasi von „Pfahl zu
Pfahl“ ausgerichtet. Josephine brillierte hier als Startschiff, während im Ziel das schnellste Schiff jeweils die Zieleinläufe dokumentierte.

Die Hafeneinfahrt im Hörnlibuck war aufgrund des niedrigen Pegelstandes bei max. 1,70 m Wassertiefe. Dies erwog einige unserer großen teilnehmenden Schiffe, im nahegelegenen Staad anzulanden. Der Hafenmeister im Hörnlibuck nahm dies gelassen, da wir das bereits so im Vorfeld besprochen hatten. Spätnachmittags trafen wir uns dann alle an der Mole im Hörnlibuck für einen gemeinsamen Plausch und läuteten den gemütlichen Teil des Abends mit Kaffeetrinken und gemeinsamen Grillen ein. Die Vielfalt der mitgebrachten Salate ließ bei keinem irgendwelche Wünsche offen. Mit 12 Schiffen (Aphrodite, Dicke Lady, Federkiel, Josephine, La Chiappa, Laetitia, Maleha Nui, Old Johnny, Passion, Phyxis, Schussenexpress, Whisper) war unser Club an der ersten Etappe vertreten und entsprechend groß war auch die Teilnehmerzahl an dieser Veranstaltung.
Somit ergaben sich folgende Sieger unserer ersten Wettfahrt:
1. Laetitia
2. Federkiel
3. La Chiappa

Nach der Siegerehrung ließ man bei musikalischer Umrahmung durch Nina und Klaus, welche beide ihre Gitarre mitgebrachte hatten, gemütlich den Abend ausklingen.
Am Freitag Morgen stand nun der „große Schlag“ nach Konstanz an.

Entgegen unserem Programm und aufgrund der Wettervorhersage („ab 12:00 Uhr stellt der Wind ab“) starteten wir, bei herrlichem Wetter, bereits um 10:00 Uhr Richtung Romanshorn. Das Läutwerk in Romanshorn war unser imaginäres Ziel…

Am Anfang noch mit recht gutem Wind kamen alle zügig voran und wir hofften auf eine spannende Wettfahrt. Allerdings hat uns der Wind dann doch noch verlassen, sodass die meisten die Segel gegen den Flautenschieber eintauschten und aufgaben.
Die Zeit auf dem Wasser konnte genutzt werden, um den Teilnehmern ihre zugewiesenen Liegeplätze in Konstanz mitzuteilen. Alle kamen wohlbehalten an, allerdings hatte die Sonne auch ihren Tribut gefordert.

In Konstanz angekommen sind folgende 12 Schiffe: Dicke Lady, Federkiel, Josephine, La Chiappa, Laetitia, Maleha Nui, Old Johnny, Passion, Phyxis, Schussenexpress, Spazzo, Whisper.

Nach gemeinsamem Abendessen in der Hafenhalle war eine Stadtführung der besonderen Art geplant. Da viele unserer Mitglieder Konstanz schon kennen, hatte Peter Zorell eine Stadtführung durch die verwinkelten Gassen der Altstadt organisiert. Mit vielen Anekdoten und Geschichten erfuhren wir mehr über das Leben „vor dem Konzil“, als Konstanz noch eine Handelsstadt war und das Konzil als Umschlagsplatz für Waren diente. Anschließend ging es Richtung Rheinbrücke und dann in die Gassen der Altstadt.

Der Weg führte durch verwinkelte Gassen, in denen es kaum möglich war nebeneinander her zu laufen. Nach 1,5 Stunden quer durch die Altstadt kehrten wir gut gelaunt wieder in den Hafen zurück und ließen es dort gemütlich in einem Lokal im Hafen ausklingen.

Die Sieger der 2. Etappe Hörnlibuck – Romanshorn Läutwerk waren übrigens:
1. La Chiappa
2. Dicke Lady
3. Federkiel

Am nächsten Morgen war Wind angesagt und unser sportliches Ziel lag vor Hagnau, genauer gesagt, dass Seezeichen vor Hagnau. Bei herrlichem Sonnenschein und sehr guten Windbedingungen erfolgte der Start um 11:00 Uhr. Es sollte eine zügige Überfahrt werden.

So konnten auch bei dieser Wettfahrt Konstanz – Hagnau Sieger gekrönt werden (3. Etappe):
1. Laetitia
2. La Chiappa
3. Federkiel

Ziel war der BSB-Hafen in Friedrichshafen mit gemeinsamem Ausklang der Jubiläumsausfahrt im Clubrestaurant des Württembergischen Yachtclubs Kommodore.

Ausgelassen wurde der Abschluss einer gelungenen Ausfahrt gebührend gefeiert. Am Sonntag traten dann alle Teilnehmer relativ früh ihre Fahrt in den Heimathafen an, denn das Wetterfenster, welches uns über diese Tage grandiosen Sonnenschein beschert hatte, sollte
bereits wieder vorbei sein. Mit 12 Schiffen pro Hafen, war dies ein neuer Rekord!
Gesamtsieger unserer Ausfahrt waren:
1. La Chiappa
2. Federkiel
3. Laetitia
Am Schluss waren sich alle einig: wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Aktivität!
Anbei noch ein paar Impressionen der teilnehmenden Schiffe unseres Ravensburger Yachtclubs (leider fehlen Phyxis und Malhea Nui):

39. Internationaler Drei-Länder-Cup

Aufgrund des niedrigen Pegels und der damit einhergehenden Probleme in manchen Häfen hatten wir die Erwartung bezüglich der Meldezahlen heruntergeschraubt. Der Pegel ist zwar nur langsam gestiegen, die Meldezahlen nahmen aber trotzdem zu, sodass dann am Samstag morgen um 8 Uhr immerhin 65 Boote am Start waren. Die Prognose für den Wind war nicht vielversprechend, gegen Nachmittag sollte sich die Situation verbessern.

Es kam dann aber doch anders. Die Boote konnten bei leichtem Südwind die Startlinie über fahren und kurz danach kam eine kräftiger Wind bis 20/25 Knoten aus West. Das bereitete einigen Booten Schwierigkeiten, hatten sich doch alle auf Leichtwind eingestellt und entsprechende Segel gesetzt. An der Ultramarin Hafeneinfahrt hörte man ein Donnern, das aber vom Killen der gefierten Segel herrührte. Glücklicherweise war der Spuk schnell vorbei. Dann gab es noch etwas Regen und eine Abwechslung zwischen Leichtwind aus verschiedenen Richtungen und Flaute bis ins Ziel. Dank der kurzen Bahn für Yardstick 3, sie segelten statt des Dreiecks nur nach Romanshorn und zurück, erreichten alle Boote innerhalb des Zeitlimits das Ziel. Das letzte Schiff überquerte die Ziellinie um 17:30. Dann konnte Jakob die Regatta abschießen. Als Erster überquerte Sammy Smits mit der Green Horny, ein Katamaran, die Ziellinie. Schon 2 Minuten später folgte die Wild Lady als schnellstes Einrumpfboot von Dr. Wolfgang Palm. Traditionell wurden alle Boote nach der Ziellinie vom legendären Bier express empfangen und es wurde ein Sechser Meckatzer überreicht.

Aufgrund eines Ölalarms mit Feuerwehreinsatz im Hafen wurde der Hafen von ca 12:00 bis 17:30 gesperrt. Dies führte leider dazu, dass die Boote nicht in den Hafen einlaufen konnten. Alle mussten viel Geduld aufbringen und mit den Getränke und Essensvorräten ausharren bis der Hafen wieder geöffnet wurde. Zum Glück konnten dann doch noch viele Regattateilnehmer in den Hafen einlaufen und sich bei uns verköstigen.
Vom Ravenburger Yachtclub waren 3 Boote am Start: Jörn von Wietersheim segelte unser Clubschiff, die Schussenexpress. Er wurde mit großem Abstand Sieger in Yardstickklasse 3. Edwin Rothfuss landete mit Old Jonny auf dem 6. Platz ebenfalls in Yardstickklasse 3
Raphael Jehle war mit der La Chiappa am Start und erreichte den 3. Platz in Yardstick 2. Herzlichen Glückwunsch an Jörn und die anderen Teilnehmer!
Aber nicht nur auf dem Wasser auch auf dem Land lief die Veranstaltung wie am Schnürchen. Am Ausschankwagen und am Grill und an der Kaffeebar wurden alle Wünsche erfüllt und dank des schönen Wetters konnte man den Freitagabend und den Samstag bei guter Verköstigung und netten Gesprächen bei der Alten Schmiede verbringen.
Die Veranstaltung endete dann mit der Siegerehrung am Samstagabend. Wobei Einige noch „nachsitzen“ mussten, denn es wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert.
Im Namen der Vorstandschaft bedanke ich mich bei:
– Den Sponsoren
– Der Wettfahrtleitung mit Team, an Land und auf dem Wasser.
– Dem Catering Team.
– Allen die mitgeholfen beim Ausschenken, Grillen, Kassieren, Aufbauen, Abbauen, Bojen setzen, Fotografieren, Drohnefliegen, Bierexpressfahren und …..
So wie es dieses Jahr lief, hat es einfach Spaß gemacht. Viele Fotos von dem diesjährigen Dreiländercup gibt es verlinkt auf unserer Homepage.

Festlicher Abend zum 50-jährigen Jubiläum des RYC

Am Samstag den 12. April war es soweit, es sollte das 50-jährige Bestehen des Ravensburger Yachtclubs gefeiert werden. Bei sonnigem Wetter und leichter Brise trafen sich die ersten Gäste schon ab 16.30 beim Waaghaus. Der Eingang war mit 2 Beachflags deutlich ersichtlich. Es sollten dann insgesamt über 100 Gäste sein, die sich zum Jubiläum einfanden.

Der Abend begann mit einem herzlichen Sektempfang in festlicher Atmosphäre im blau-weiß geschmückten Schwörsaal, bei dem die Gäste von drei talentierten jungen Musikern der Musikschule begrüßt wurden. Mit Querflöte, Fagott und Klavier spielten sie klassische Stücke, darunter Werke u.a. von Händel, die dem vielseitigen und fröhlichen Austausch der Mitglieder einen festlichen Hintergrund gaben. Auf Tischen im Saal waren Pokale und Photobücher aus den vergangen Jahrzehnten ausgelegt, welche dazu anregten, Geschichten von früher wieder aus der Erinnerung zu holen. Nach dem Empfang übernahm Roland Frommlet die Moderation des Abends, er hat seine Rolle bravourös ausgefüllt. In seiner Ansprache würdigte er die Geschichte des Clubs, ehrte die Visionäre, die den Grundstein für den Yachtclub gelegt hatten und die Gemeinschaft, die über die Jahre gewachsen ist.

Unser Präsident Walter Jehle begrüßte alle Gäste, im Besonderen die Ehrengäste und bedankte sich herzlich beim Festkomitee (Sabine Weber; Matthias Schneider; Jürgen Kiesel; Roland Frommlet und Raphael Jehle), welches die Organisation der Jubiläumsfeier über
nommen hatte. Es folgten Grußworte von verschiedenen Ehrengästen. Walter Jehle sprach über die Bedeutung des Clubs für die Region, gefolgt von Stadtrat Rolf Engler, der in Vertretung für OB Rapp die besten Wünsche überbrachte. Karl-Heinz Beck, Präsident des
Sportverbands Ravensburg und des Präsidiums Sportkreis Ravensburg, betonte die Wichtigkeit des Sports und der Gemeinschaft. Claus Funk, Vizepräsident des Deutschen Seglerverbands, und Gabriele Kromer-Schaal, Vorstandsvorsitzende des Landesseglerverbands, hoben die Erfolge des Clubs hervor. Theo Naef, Präsident des Bodenseeseglerverbands, rundete die Grußworte ab und gratulierte dem Yachtclub zu seinem Jubiläum.

Nach den besonderen Grußworten der Ehrengäste zu denen kulinarisch bereits mediterrane Kleinigkeiten geboten wurden, konnten sich anschließend alle an einem vielseitigen Büffet erfreuen. Das Salatbüffet und das Hauptgangbüffet boten eine Vielzahl an köstlichen Speisen, während hervorragende Weine vom Weingut Kress, Biere und Softdrinks serviert wurden.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die seit 25 und 50 Jahren dem Yachtclub die Treue halten.
Geehrt wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft: Udo Vetter
Und für 50 Jahre Mitgliedschaft: Josef Kordeuter, Erich Buck, Ludwig Fritzenschaft, Manfred Blessing, Siegbert Allgaier, und
Kurt Gebhard

In einem interessanten Interview mit Josef Kordeuter, einem Gründungsmitglied und Yacht club-Urgestein, wurde die Zeit der Anfänge des Clubs lebendig.

Der Abend wurde von dem Musiker und Entertainer Martin Heer musikalisch begleitet, der durchgängig für gute Stimmung sorgte. Sein Gesang und Musik hat bis spät in die Nacht die Mitglieder zum Tanzen und Singen gebracht. Nach dem Essen wurde die Bar zum Treffpunkt für alle Gäste. Bei Drinks, sowohl mit als auch ohne Alkohol, wurde bis 1 Uhr gefeiert. Die fröhliche Stimmung und die herzlichen Gespräche sorgten dafür, dass alle Anwesenden gut gelaunt nach Hause gingen.

Das Fest bot Mitgliedern und Gästen die Möglichkeit, gemeinsam auf die vergangenen fünf Jahrzehnte zurückzublicken Der Yachtclub blickt auf ein erfolgreiches Jubiläumsfest zurück, das nicht nur die Vergangenheit feierte, sondern auch die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Mitglieder stärkte. Auf viele weitere Jahre voller Abenteuer und Freundschaft auf dem Wasser!

Eisstockschießen am 16. Februar

14 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und trafen sich in Weingarten beim Eisschützenclub. Das Wetter war, passend zum Anlass, recht frostig, es blieb aber glücklicherweise trocken. Zu Beginn nutzte unser Präsident die Gelegenheit und übermittelte den Dank des Vereins an Edwin Rothfuss, für dessen Einsatz beim Bau der neuen Hütte auf dem Vereinsgelände im Hafen. Edwin meinte allerdings in aller Bescheiden heit, daß ein Dank nicht angemessen sei, sein Einsatz sei selbstverständlich und es mache ihm Freude. Mit den aktiven Teilnehmern konnten vier Mannschaften mit je zwei Schützen gebildet werden. In drei Durchgängen spielte jede Mannschaft einmal gegen jede andere. Es stellte sich heraus, daß unsere Mitglieder Adrian und Vera begeisterte Eisschützen sind. Sie stellten uns ihre Profiausrüstung mit speziellen Tellern und Stöcken zur Verfügung. Gerd und Peter vom Eisschützenclub fungierten als Schiedsrichter, halfen mit Tipps und achteten auf die Einhaltung der Regeln. Auf den nachfolgenden Bildern sieht man, wie alle mit vollem Einsatz gekämpft haben. Nach dem Sport ging es ins Vereinsheim, um sich bei Kaffee, Kuchen und Vesper zu stärken.

(Bericht: Walter Jehle und Uli Remmlinger)

Adventstreffen am 6. Dezember

Traditionell trafen wir uns am Sportheim Spinnenhirn zu einem gemeinsamen Spaziergang zum Rößlerweiher. Obwohl wir diesmal schon am Freitag um 14 Uhr starteten, war der harte Kern wieder dabei. Wie man auf dem Bild sieht, war das Wasser im Weiher, im Gegensatz zu den Jahren davor, nicht abgelassen. Dies inspirierte einen Teil der Truppe, den gesamten Weiher zu umrunden. Der Rest marschierte bis zum Schattbuchhof und begnügte sich mit der „Umrundung der Luvtonne“. Vor dem Sportheim bei Glühwein und Keksen waren dann alle wieder vereint. Dazu spielte Jakob auf der Trompete für uns Weihnachtslieder. Die zunehmende Kälte gab den Anstoß, die Gespräche in der Gaststube bei Kaffee und Kuchen fortzusetzen. Hier hatten es sich bereits diejenigen Mitglieder gemütlich gemacht, die sich für die direkte Abkürzung zur Kaffeetafel, ohne Spaziergang, entschieden hatten. Die Zeit verging schnell und den Heim weg traten wir im Dunkeln bei Mondlicht an.

Absegeln am 21./22. September

Am Samstag den 21. September trafen wir uns auf dem Clubgelände zum diesjährigen Absegeln. Wir starteten um 12 Uhr am Seezeichen 47 mit dem Ziel SZ 41 vor Friedrichshafen. Zum Absegeln hatten sich die Aphrodite, Dicke Lady, La Chiappa, Old Jonny, Pax und Schussenexpress eingefunden. Bei schönem Sonnenschein und einer leichten Brise aus nördlicher Richtung ging es los. Je nach Position auf der Startlinie schien es möglich auf einer Backe an Langenargen vorbei und in Richtung Friedrichshafen segeln zu können. Da wir das Startboot gaben, konnten wir recht weit draußen starten und kamen ohne einen Kurswechsel an allen Seezeichen und an Langenargen vorbei. Wie so oft wurde überlegt ob nun der direkte Kurs oder eine Fahrt in Ufernähe sich auszahlen würde. Wir entschieden uns für den direkten Weg, da der Wind günstig wehte und wir uns bei gleich bleibendem Wind so die frühere Ankunft im Ziel erhofften. Um 13:45 Uhr erreichten wir das Seezeichen 41 und gingen dort vor Anker. Ich konnte die folgenden Schiffe vor dem Eriskircher Ried fotografieren und die Zieldurchgangszeiten erfassen. Genau 53 Minuten später ging Old Jonny durch das Ziel und ich konnte die Regatta für beendet erklären. Wie gewohnt hatten sich im Zielbereich einige Boote versammelt, es wurde trotz der schon etwas kühleren Temperatur bei schönstem Sonnenschein gebadet und das ein- oder andere Kaltgetränk genossen. Um 16:30 versammelten wir uns wie gewohnt im Hafen auf dem Steg und tranken bei netten Gesprächen kühlen Wein und Sekt mit weiteren Clubmitgliedern bei traumhaftem Wetter. Auf 19 Uhr ging es dann zu Fuß zum Clubhaus Kommodore des Württembergischen Yachtclubs zum Abendessen. Dort trafen wir auf weitere Clubmitglieder, die mit dem PKW angereist waren. Wir ließen uns das wunderbare Essen und Nina ließ sich ihre Riesenpizza schmecken (Nina hatte eine normale Pizza bestellt, bekam jedoch, da der Pizzabäcker gerade aus Italien zurückgekommen war, eine irre große Pizza serviert). Im Laufe des Abends konnte ich die Siegerehrung durchführen: 1. Platz die „La Chiappa“ mit W. Jehle, 2. Platz die „Pax“ mit U. Riegger, 3. Platz die „Aphrodite“ mit F. Steuer, 4. Platz die „Dicke Lady“ mit G. Hamma & P. Zorell, 5. Platz „Schussenexpress“ mit G. Neuscheler und 6. Platz die „Old Jonny“ mit E. Rothfuss. In geselliger Runde mit unter haltsamen Gesprächen verbrachten wir noch einen schönen Abend im Kommodore in Friedrichshafen.

 

Segeln für die Sonja Reischmann Stiftung am 3. August

In Kooperation mit der Sonja-Reischmann-Stiftung fand ein Segeltag für Kinder und Jugend liche statt. Bei traumhaftem Sommerwetter versammelten sich um 10 Uhr am Fachmarkt 4 Kinder und Jugendliche sowie unsere Vereinsmitglieder, die dieses Ereignis ermöglichten. Die Kinder und Jugendlichen wurden auf die zwei Boote mit ihren jeweiligen Besatzungen verteilt. Anschließend ging es bei schönem Wind Richtung Romanshorn. Pünktlich zur Vesper- und Badepause ließ der Wind nach und so wurde ausgiebig gebadet – das Schwingen am Spifall auf der La Chiappa wird hierbei schon zur Tradition. Bei sehr leichter Brise und zum Teil unter Motor ging es zurück in den Hafen. Vom Segeln und Baden müde wurde unter Deck dabei ein kleiner Powernap abgehalten. Allen Kindern und Jugendlichen hat es sehr viel Spaß gemacht! Zum Abschluss des schönen Sommertags gab es im Hafen noch ein Eis. Von den Eltern, den Jugendlichen und Frau Spohn von der Sonja-Reischmann-Stiftung gab es anschließend eine sehr positive Resonanz und auch von dieser Seite ein Dankeschön. Ein herzliches Dankeschön gilt Sabine Weber und Konstantin Lepper auf der Schussenexpress und Walter Jehle auf der La Chiappa!

Zwei-Tages-Ausfahrt am 28.-30. Juni

Mit Spannung fieberten die Teilnehmer der 2-Tages-Ausfahrt entgegen. 7 Boote waren gemeldet und Tage zuvor sah es noch sehr stark nach Regen aus. Parallel musste diese Veranstaltung auch mit der Fußball-Europameisterschaft konkurrieren, was aber bei den Hartgesottenen kein Problem darstellte. Am Freitag, den 28. Juni um 13 Uhr trafen sich die ersten Engagierten zur Steuerleutebesprechung mit Apéro auf dem Clubgelände. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, allerdings ließ der Wind zu Beginn zu wünschen übrig. Leider konnten, auch berufsbedingt, nicht alle bereits um 13 Uhr da sein, sodass ein kleiner aber gemütlicher Hock stattfand. Mit 3 Schiffen (Magellan, Federkiel, Aphrodite) ging es dann Richtung Hörnlibuck, immer mit der Hoffnung auf eine leichte Brise Wind, welche sich erst gegen Abend einstellte. Die Schussenexpress konnte erst später losfahren und erreichte Hörnlibuck gegen 19 Uhr. Bei toller Stimmung wurde gegrillt und Olaf gesellte sich mit seiner Santa Monica dann noch später hinzu. Leider konnte unser Präsident aufgrund eines Fahrradunfalles nicht mitsegeln, sodass die Teilnehmer einen ordentlichen Schluck auf sein Wohl tranken. Die Nacht war kurz! Am nächsten Morgen und nach gemeinsamem Frühstück gesellte sich noch die Dicke Lady mit Friedel und Peter hinzu und der Kurs war klar: bei fast keinem Wind ging es dann quer über den See nach Meersburg in den Yachthafen. Im Zielhafen machten dann die Crews der Schiffe Federkiel, Aphrodite, Santa Monica, Schussenexpress und Dicke Lady fest. Nach einem ordentlichen Anlege-Schluck ging es dann in die Gutsschänke, direkt am Staatsweingut Meersburg. Das Abendessen wurde in lustiger und geselliger Runde eingenommen. Hier ließ es sich der Präsident nicht nehmen ebenso anwesend zu sein, auch wenn er über Land aufgrund seines Unfalls angereist ist. Pünktlich um 21 Uhr und zum Anpfiff des EM-Spieles Deutschland – Dänemark waren wir wieder im Yachthafen Meersburg und beteiligten uns aktiv am Public Viewing. Erwähnens wert hierbei ist, dass Friedel sich, während der regenbedingten Unterbrechung im Stadion, schon warmlaufen wollte, um helfend einzugreifen. Der Sieg wurde anschließend gebührend gefeiert, bevor sich dann alle in ihre Kojen verzogen. Der 30. Juni weckte die Teilnehmer der Ausfahrt mit einem kräftigen Wind aus Süd-West, welcher später auf Süd drehte und auf bis zu 5 Beaufort zunahm. Dementsprechend rasant und schnell war die Fahrt in unseren Heimathafen, wo alle 2-Tages-Ausfahrer am Nachmittag wohlbehalten ankamen. Im gesamten eine sehr schöne Ausfahrt mit sehr viel Spaß und guter Laune und mit Clubmitgliedern, die alle mit viel Leidenschaft und Spaß am Segeln dabei sind. Von dieser Seite noch einen ganz herzlichen Dank an den Organisator, der uns Plätze in den Häfen reserviert und uns auch genügend flüssigen Nahrung mit auf die Reise gegeben hat.

Ansegeln am 25./26. Mai 2024

Die Wettervorhersagen für den Samstag waren sehr widersprüchlich, von Starkregen bis Flaute variierten die Prognosen. Auf der Fahrt zum Hafen drohten schon die dunklen Wolken, aber es sollte ganz anders kommen. Ziel war dieses Jahr der Hafen von Nonnenhorn, begonnen wurde um 11 Uhr mit der Steuerleutebesprechung auf dem Clubgelände. Es kamen auch eine ganze Reihe von Mitgliedern zu der Besprechung, die nicht an der geplanten Regatta teilnehmen wollten, aber die Gespräche und den Hagnauer Wein zu schätzen wussten. Als Ziel wurde die Glockentonne vor dem Lindauer Hafen vereinbart und da die Steuerleute der vier gemeldeten Boote alles ehrliche Segler waren, sollten wir die Tonne in Eigenverantwortung runden. Endgültiges Ziel war dann das Seezeichen 51 vor Nonnenhorn. Der Start wurde auf 13 Uhr festgelegt und Josef Lang markierte mit der Josephine die Startlinie östlich der Hafeneinfahrt. Leider hatte Gabi mit der Bente Probleme mit einem Backstag und schaffte es nicht rechtzeitig bis zum Start die Leine zu klarieren, so dass nur noch drei Boote im Rennen waren. Bis jetzt hatte es noch keinen Tropfen geregnet und trotz der dunklen Front über Tettnang blieb es den ganzen Tag trocken. Der Wind wehte jetzt ganz gleichmäßig mit 3-4 Windstärken aus SW und wir erreichten unter Spi in rauschender Fahrt nach nur einer Stunde Lindau. Nach einem kurzen Schlag in Richtung Rheindamm, konnten wir Nonnenhorn hart am Wind direkt anliegen. Der Wind war wunderbar konstant, es hatte sich auch noch keine Welle gebildet und die Schussenexpress machte ihrem Namen alle Ehre. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir kurz vor 15 Uhr das Seezeichen vor Nonnenhorn. Natürlich war Familie Jehle mit der La Chiappa schon vor uns angekommen. Mattias und ich segelten an dem Tag zum ersten Mal zusammen und hätten das Setzen des Spis wohl vorher üben sollen. Gegen das eingespielte Team auf der La Chiappa hatten wir keine Chance. Als dritter kam Edwin Rothfuss mit der Old Jonny ins Ziel. Kurz darauf schlief der Wind ein. Wir hätten es nicht besser treffen können und die Begeisterung stand allen ins Gesicht geschrieben. Im Hafen waren Plätze für uns reserviert und um 17 Uhr trafen wir uns zum Apéro auf der Kaimauer in der Sonne. Auch hier waren nicht nur die Regattateilnehmer gekommen, sondern zusätzlich waren zahlreiche Mitglieder mit dem Auto angereist. Zum Abendessen beim Italiener am Hafen waren wir dann tatsächlich 41 Personen, so dass der Wirt noch Tische
dazustellen mußte. Die Stimmung war gut und ausgelassen. Gabi war mit ihrer Mannschaft auch noch gekommen und berichtete, dass sie die Strecke nach Lindau und zurück doch noch gesegelt sind, aber Start- und Zielschiff waren natürlich schon weg. Ihr wurde der 4. Platzzuerkannt. Die ersten drei Platzierungen änderten sich auch durch die Berechnung nach Yardstick nicht mehr. Die Auswahl der Pizzeria wurde von allen wegen des guten Essens, der netten Bedienung und der Flexibilität gelobt. Zurück nach Gohren fuhr jeder individuell für sich.

76 Crews beim 38. Internationalen Drei-Länder-Cup

Der Ravensburger Yachtclub hat am Samstag, den 4. Mai den 38. Drei-Länder-Cup im Hafen Ultramarin in Gohren ausgerichtet. Am Morgen, pünktlich um 8 Uhr, startete die Regatta mit vier Katamaranen und 72 Einrumpfbooten mit einer leichten Brise Wind aus Süd in Richtung Romanshorn (Schweiz). Zur Großen Freunde der Teilnehmer und der Helfer an Land entwickelte sich das Wetter besser als vorhergesagt. So herrschten tagsüber angenehme Temperaturen bei vielen Sonnenstunden.

Die Windprognosen hingegen waren bereits beim Seglerhock am Freitagabend das Sorgenthema. Es kam wie vorhergesagt. Der Wind flaute kurz nach dem Start wieder ab. Daraufhin beschloss die Wettfahrtleitung eine Bahnabkürzung an der Boje bei Romanshorn, sodass alle Crews die Chance erhalten das Ziel innerhalb des Zeitlimits zu erreichen. So wurde aus dem Drei-Länder-Cup ein Zwei-Länder-Cup, da es nun direkt, und nicht über die Boje Rheindamm in Österreich, zurück nach Gohren ging. Die Boje Romanshorn konnte „Wild Lady“, gesteuert von Dr. Wolfgang Palm vom Yachtclub Langenargen, als erstes Boot runden.

Über den Mittag frischte der Wind kurzzeitig mit bis zu 7 Knoten auf. Die schnelleren Boote segelten mit diesem Wind raumschots zügig zurück nach Gohren und überquerten die Ziellinie bevor der Wind wieder abflaute. Als erstes ins Ziel kam das durchgehend in Führung liegende Einrumpfboot „Wild Lady“. Darauf folgten die vier Katamarane, voran „Green Horny“ von Sammy Smits vom Yachtclub Arbon. Bei der traditionellen Oldtimer-Wertung gewann dieses Jahr die „Artis“, ein 75qm Nationale Kreuzer von Franz Bachmann vom Yachtclub Romanshorn.

Im Ziel überreichte der mittlerweile legendäre Bierexpress allen Seglern einen wohlverdienten kühlen Sixpack Meckatzer Bier.

Um 17 Uhr überquerte das letzte Boot die Ziellinie und die Regatta wurde von der Wettfahrtleitung erfolgreich innerhalb des Zeitlimits abgeschossen.

Die abendliche Siegerehrung vor der Alten Schmiede war gut besucht. Für die teilnehmenden Crews gab es, wie gewohnt, eine Tombolamit hochwertigen Preisen. Die Veranstaltung fand bei guter Stimmung einen schönen Ausklang.